Vorwürfe gegen Hugo Boss wegen Exporten nach Russland
Im Juni 2023 veröffentlichte die ZEIT eine Recherche, die auf der Auswertung russischer Zolldaten basiert, und kam zu dem Ergebnis, dass die Lieferungen des Modeherstellers Hugo Boss nach Russland - trotz der Ankündigung, Geschäfte vorübergehend einzustellen - in den zwölf Monaten nach Putins Überfall auf die Ukraine im Wert gestiegen sind.
Eine Unternehmens-Sprecherin teilte der ZEIT auf Anfrage mit, Hugo Boss erfülle im Großhandel weiterhin seine "vertraglichen Verpflichtungen". Dadurch, dass der Modehersteller seine eigenen Geschäfte geschlossen habe, sei "die Nachfrage im Wholesale-Bereich" gestiegen. Auf welche Summe sich die in Russland entrichteten Steuern beliefen, ließ die Sprecherin offen. Gegenwärtig prüfe das Unternehmen allerdings, wie es "langfristig" mit dem Engagement in Russland weitergehen soll. Und "selbstverständlich" liefere man Waren nur unter "Einhaltung aller bestehenden Sanktionen".