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Germany: Association of Ethical Shareholders criticises Daimler over human rights & environmental issues

At its Annual General Meeting on 6 April 2016, Daimler was criticised by the Association of Ethical Shareholders for causing environmental damage, selling military vehicles to autocratic regimes, and using employment agencies to cover parts of its workforce.

The allegations are provided in German below, as well as the English version and German version of Daimler's response.

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Company response
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27 April 2016

Antwort von Daimler

Werkverträge und Fremdvergaben von Leistungen

•             Werkverträge sind ein unverzichtbares Instrument für alle erfolgreichen Wirtschaftsunter-nehmen am Standort Deutschland. Die Frage, welche Aufträge fremdvergeben werden und was selbst hergestellt wird, gehört zu den ureigenen unternehmerischen Entscheidungen. Bei Werk- und Dienstverträgen beauftragen wir insbesondere Leistungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören oder die von Spezialisten effizienter erledigt werden können als von uns selbst.

•             Im Oktober 2013 haben wir soziale Grundsätze für unsere Werkvertragsfirmen, die auf unserem Werksgelände tätig sind, definiert und ein Expertenteam gegründet, das seit diesem Zeitpunkt bei Auftragnehmern prüft, wie beispielsweise Arbeitsverhältnisse und Bezahlung tatsächlich geregelt sind. Mit unseren Standards gehen wir weit über existierende rechtliche und vertragliche Regelungen hinaus; Daimler hat insoweit eine Vorreiterrolle in der deutschen Wirtschaft übernommen.

Exporte von militärischen Nutzfahrzeugen 

•             Die ordnungsgemäße und gesetzeskonforme Ausfuhr von Produkten ist für Daimler schon immer ein Grundprinzip verantwortlichen unternehmerischen Handelns.

•             Daimler hat das Thema Exportkontrolle in einer Konzern-Richtlinie ausführlich geregelt, um dem Risiko von Verstößen gegen das Exportkontrollrecht wirksam vorzubeugen.

•             Wir halten uns generell an die strengen gesetzlichen Restriktionen für Militärlieferungen. Außerdem berücksichtigen wir die Einschätzung der Bundesregierung zur politischen Situation in den jeweiligen Ländern. Erst wenn hierzu positive Vorabauskünfte vorliegen, werden überhaupt Ausfuhrgenehmigungen beantragt.

•             In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die Bundesregierung bei der Entscheidung über Ausfuhrgenehmigungen strenge Maßstäbe anlegt und dementsprechend keine Ausfuhrgenehmigungen für Lieferungen von Militärfahrzeugen in Krisen- und Kriegsgebiete erteilt. 

Petronas 

•             Wir nehmen die Vorwürfe gegen die Petronas-Beteiligungen und –Konsortien im Südsudan wegen Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzung sehr ernst. Nachhaltigkeit und Integrität sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Bei der Auswahl aller unserer direkten Geschäftspartner achten wir darauf, dass diese Gesetze einhalten und unseren ethischen Grundsätzen folgen.

•             Daimler ist zwar nicht Verursacher der Vorkommnisse im Südsudan und wir haben auch keinen direkten Einfluss auf deren Unterbindung. Dennoch haben wir seit Kenntnis der Vorwürfe unseren Einfluss geltend gemacht und einen kontinuierlichen Dialogprozess mit allen involvierten Parteien initiiert. Ziel dieses Dialoges  ist es, unsere Erwartung an die Beteiligten im Hinblick auf nachhaltiges Verhalten und die Verbesserung der  Trinkwasserversorgung vor Ort nachdrücklich zum Ausdruck zu bringen.

•             Petronas hat uns zugesichert, direkte Gespräche mit den Beteiligten und Verantwortlichen vor Ort zu führen, an der Aufklärung der Wirkungszusammenhänge und Verantwortlichkeiten mitzuarbeiten und ggf. erforderliche Schritte zur Verbesserung der Situation im Südsudan einzuleiten. Dieser Prozess wurde laut Petronas aufgrund der Bürgerkriegssituation im Südsudan und die dadurch erforderliche Räumung des in Frage stehenden Standortes der Petronas-Beteiligungen im Dezember 2013 massiv erschwert und verzögert. Ob und wann die politische Lage im Bürgerkriegsgebiet eine Rückkehr zur Anlage ermöglicht, ist derzeit nicht absehbar.

Company response
27 April 2016

response by Daimler

Author: Daimler

Export Controls

•             For Daimler, the correct export of products in conformance with the law is a fundamental principle of responsible entrepreneurial activity.

•             Daimler has drawn up a comprehensive corporate policy on the subject of export controls to effectively prevent the risk of export control laws being broken.

•             We generally adhere to the strict restrictions of applicable law for supplying military goods. In addition, we give due consideration to the assessments of the German government on political situations in the countries concerned. Export licenses are only applied for when those assessments are positive.

•             In this context, we would like to point out that the German Government sets strict standards for export licenses and does accordingly not give export licenses for the delivery of military vehicles in crisis- or war areas.

Petronas

•             We take the accusations against the Petronas shareholdings and consortia in South Sudan regarding environmental pollution and human rights abuses very seriously.

•             Sustainability and integrity are integral components of our corporate culture. When selecting our direct business partners, we make sure they comply with laws and follow our ethical principles.

•             Daimler is not the perpetrator of the incidents in South Sudan, and we have no direct influence on the prevention thereof. Nonetheless, since learning of the accusations, we have exercised our influence and initiated a continuous dialog process with all involved parties.

•             The objective of this dialog is to strongly express our expectations towards the concerned parties regarding sustainable conduct and the improvement of the drinking water supply on site.

•             We have received commitments by Petronas to carry out direct discussions with the concerned and responsible parties on site, to collaborate on the clarification of interdependencies and responsibilities, and to introduce the potentially necessary steps for the improvement of the situation in South Sudan.

•             According to Petronas, this process has been massively impeded and delayed due to the civil war situation in South Sudan and the necessary associated evacuation of the Petronas-affiliated location in question in December 2013. It is currently not foreseeable if and when the political situation in the civil war-affected area will allow for a return to the facilities. 

Contracts for work and services and outsourcing

•             Contracts for work and services are an essential tool for any successful commercial organization in Germany. The question as to what tasks should be outsourced and what should be manufactured inhouse is one of the most basic decisions a business will have to make. We use contracts for work and services to commission particular activities that are not part of our core business or which specialists can carry out more efficiently than we would be able to ourselves.

•             In October 2013 we established a set of social principles for third-party companies that operate on our plant site and founded a team of experts that has been auditing contractors to see how aspects such as employment relationships and pay are actually governed. Our standards go far beyond existing legal and contractual regulations; Daimler has in this respect assumed a lead role in the German economy.

Article
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Author: Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

„Trotz einer Rekorddividende verweigern wir dem Daimler-Vorstand auf der Hauptversammlung die Entlastung“, so Paul Russmann, Sprecher der Kritischen Aktionäre (KAD): „In unseren Gegenanträgen kritisieren wir Dieter Zetsche wegen der Vergiftung von Trinkwasser im Südsudan durch den Formel-1-Sponsor PETRONAS, den Export von Mercedes-Militärfahrzeugen in menschenrechtsverletzende Staaten sowie wegen der Fremdvergabe durch Leiharbeit und Werkverträge.“ KAD-Sprecherin Beate Winkler-Pedernera kritisiert in ihrem Gegenantrag „die weitere Zusammenarbeit der Daimler AG mit dem Formel-1-Hauptsponsor PETRONAS, obwohl PETRONAS seit Jahren durch die unsachgemäße Entsorgung aus der Ölproduktion das Trinkwasser einer ganzen Region vergiftet und damit Leben und Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzt. PETRONAS beschmutzt den Ruf der Daimler AG.“ Beate WinklerPedernera wirft dem Daimler-Vorstand darüber hinaus vor, „trotz guter Ertragslage Arbeit weiterhin verstärkt fremd zu vergeben. Leiharbeit und insbesondere Werkverträge führen zu Billiglöhnen beim Premiumhersteller Daimler.“....

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