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Artículo

25 Mar 2020

Autor:
Initiative Lieferkettengesetz

Kommentar der Initiative Lieferkettengesetz: Corona-Krise verdeutlicht Notwendigkeit verbindlicher Sorgfaltspflichten

'Corona und die Lieferketten: Warum wir auch weiterhin ein Lieferkettengesetz brauchen', 18. März 2020

Brauchen wir in Zeiten von Corona wirklich so etwas wie ein Lieferkettengesetz? Wir sind der Meinung: Ja – jetzt erst recht. Denn die Corona-Krise führt uns auf dramatische Weise vor Augen, in welchem Maße Transparenz und Sorgfalt in globalen Lieferketten in unser aller Interesse liegen...

...Wenn Unternehmen in Folge der Krise ihre Lieferketten umbauen... sollten sie neben den ökonomischen auch die menschenrechtlichen und ökologischen Risiken in den Blick nehmen. Die Politik sollte diese Chance nutzen und Klarheit für Unternehmen über diese Anforderung schaffen.

...Ein Lieferkettengesetz ist machbar. Das zeigen die Unternehmen, die bereits jetzt menschenrechtliche Risikoanalysen durchführen und Maßnahmen für Menschrechte und Umweltschutz ergreifen. Natürlich braucht es dafür finanzielle und personelle Ressourcen... Doch wenn alle Unternehmen diese Ressourcen gleichermaßen einsetzen müssen, hat kein Unternehmen einen Nachteil. Aus diesem Grund befürworten inzwischen auch viele Unternehmen einen gesetzlichen Rahmen... Selbst bei zügiger Umsetzung träte ein Lieferkettengesetz frühestens Mitte 2021 in Kraft...

...Schon jetzt gibt es Berichte aus asiatischen Ländern über fehlende Lohnfortzahlungen oder Einschränkungen von Gewerkschaften... Zudem ist es durchaus möglich, dass sich das Virus in weiteren Ländern des Globalen Südens ausbreitet. Gerade hier sind jetzt präventive Maßnahmen von Unternehmen essentiell – auch hierzu würde ein Lieferkettengesetz beitragen. Klar ist: Menschenrechte dürfen nicht nur in guten Zeiten gelten...

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