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기사

2025년 6월 18일

저자:
Berliner Zeitung

Deutschland: Unternehmenssponsoren ziehen finanzielle Unterstützung von CSDs zurück

"Regenbogen-Politik: Wie Firmen den CSD fallen lassen, wenn sich der Zeitgeist dreht"

Beim Berliner Christopher Street Day (CSD) ist ein großes finanzielles Defizit aufgelaufen. Eine Mitschuld daran hat US-Präsident Donald Trump. [...]

Die langfristigen gesellschaftlichen und politischen Umbrüche und Rückschritte, wie sie besonders unter Donald Trump in den USA sichtbar werden, wirken sich auch auf die globale queere Bewegung aus – und beeinflussen so auch die Situation in Berlin.

Die Sicherheitslage für CSDs ist kritisch[...]

Berliner CSD hat ein Defizit von 200.000 Euro [...]

Besorgniserregend sei für Hoffmann allerdings die finanzielle Unterstützung für den CSD. Diese ist stark zurückgegangen: „Wir hatten zuletzt ein Defizit von etwa 200.000 Euro. Zwar gab es erste Spenden und Fördermittel, aber die Finanzierung ist weiterhin knapp.“ Problematisch sind auch die gestiegenen Kosten für Sicherheit und Personal, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. [...]

Doch die Frage nach der Finanzierung wird zunehmend zum Problem. Thomas Hoffmann sagte, dass viele Unternehmen, die in den vergangenen Jahren großzügige Sponsorings gewährten, sich nun zurückhaltender zeigen [...]

Außerdem streitet die Community über das Für und Wider der Kommerzialisierung. „Es gibt zwei Lager: Die einen wollen zurück zu den Wurzeln, ohne große Sponsoren, dafür authentisch und politisch“, sagte Hoffmann. „Die anderen argumentieren, dass nur mit großer Sichtbarkeit und finanzieller Unterstützung der CSD die nötige politische Kraft erhält.“ Doch ohne ausreichend Gelder sei der CSD in der jetzigen Größe kaum realisierbar. [...]

Viele Unternehmen passen ihre Strategien an die zunehmend polarisierten globalen Rahmenbedingungen an.

Das sagt auch Kerstin Thost vom LSVD+-Verband. „Es ist bekannt, dass mehrere US-Botschaften Briefe an europäische Unternehmen geschickt haben, in denen sie diese aufforderten, alle Diversity-Programme zu beenden. Viele deutsche Unternehmen sind auch in den USA tätig und ziehen ihre DEI-Aktivitäten weltweit zurück, nicht nur in den USA.“ DEI steht für Diversity, Equity and Inclusion – Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion.

Das Engagement von McDonalds, Telekom und VW

Auch Diversitätsexperte Pavlo Stroblja, Gründer der Organisation Queermentor, sieht eine direkte Verbindung zwischen solchen politischen Entwicklungen und der aktuellen Verunsicherung in Unternehmen. „Wer jetzt Diversity-Budgets kürzt, sendet das Signal, dass die Sicherheit queerer Menschen keine Priorität mehr hat. Das ist eine Folge von politischen Kräften, die den Fortschritt zurückdrehen wollen, wie wir es in der Trump-Ära gesehen haben.“

Die Berliner Zeitung hat verschiedene Unternehmen mit Bezug zum amerikanischen Markt angefragt. Die Unternehmen gaben fast ausnahmslos an, ihr Engagement für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion bleibe „unverändert stark“, wie es eine Pressesprecherin des Fast-Food-Konzerns McDonalds formuliert.

Die Deutsche Telekom gab zwar kürzlich bekannt, einen erheblichen Teil ihrer Antidiskriminierungsprogramme in den USA einzuschränken oder ganz abzuschaffen. Trotzdem bestätigte das Unternehmen die Teilnahme am diesjährigen Kölner CSD. Das Firmenlogo werde während des Pride Month in Regenbogenfarben gezeigt. Eine Firmensprecherin teilte der Berliner Zeitung mit: „Die aktuelle politische Lage ist komplex und lässt sich nicht mit einfachen Schlagzeilen beantworten. Als Telekom versuchen wir, hier den richtigen Weg zu finden. Keine leichte Aufgabe – gerade, wenn sich rechtliche Vorgaben verändern, miteinander in Konflikt stehen oder ein Dilemma zu lösen ist.“

Auch der Autohersteller Volkswagen gibt bekannt, mit einem Truck beim Berliner CSD vertreten zu sein und seine „Haltung in Anbetracht der aktuellen Diskussion infolge der Unterzeichnung der Executive Order zu DEI durch Präsident Trump nicht verändert“ zu haben.
Dass diese Entscheidung „nicht mit einer Korrektur“ ihrer „Haltung oder konkreten Anpassungen bei entsprechenden Programmen in den USA“ zu verwechseln sei, wird dabei ebenfalls mitgeteilt. [...]

Experte Pavlo Stroblja warnt vor PR-Maschen von Unternehmen

Diversitätsexperte Pavlo Stroblja weist auf die Gefahr sogenannten Pinkwashings von Firmen hin: „Viele Unternehmen reden viel von Vielfalt, handeln aber nicht entsprechend. In Krisenzeiten zeigt sich, wer wirklich Verantwortung übernimmt – und wer nur PR betreibt. Wer bei konkreten Nachfragen schweigt oder sich auf PR-Floskeln zurückzieht, zeigt: Das Thema wurde nie wirklich verstanden, nur verwaltet.“ Für viele Firmen sei Vielfalt eben nur eine Imagefrage. In Krisenzeiten trenne sich genau hier die Haltung von der Strategie. Für Stroblja ist klar: Nötig wäre „eine Bewegung, die sich nicht von äußeren politischen Rückschlägen einschüchtern lässt, sondern weiter für echte Gleichberechtigung kämpft“.

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