Entscheidung im Januar
Das Landgericht Dortmund will am 10. Januar verkรผnden, ob die von den vier Klรคgern geltend gemachten Ansprรผche nach dem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi verjรคhrt sind. Ein vom Gericht beauftragter Gutachter war zu dem Schluss gekommen, die Klagen mรผssten wegen Verjรคhrung zwingend abgewiesen werden...
Die Klรคger aus Pakistan machen geltend, dass Kik bei seinem Lieferanten nicht ausreichend auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards beziehungsweise Brandschutzvorgaben hingewirkt habe โ obwohl Kik zur Kontrolle der vorgegebenen Standards verpflichtet gewesen sei. Kik weist dies zurรผck...
Medico International vertrat die Auffassung, nun sei die Politik gefragt. โDie Zeit der freiwilligen Selbstverpflichtungen von Unternehmen ist vorbei. Wir brauchen gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Menschen- und Arbeitsrechte...
โWir halten an unserer Auffassung fest, dass Verjรคhrung eingetreten istโ, erklรคrte Lohmann [Kik-Bereichsleiter Corporate Social Responsibility]. Sollte das Gericht in seinen Beratungen zu der gleichen Auffassung kommen, bleibe die von den Klรคgern aufgeworfene Frage der Haftung von Unternehmen fรผr ihre Zulieferer unbeantwortet. โDies empfinden wir als unbefriedigend. Unternehmen benรถtigen Rechtssicherheit. Aus diesem Grund haben wir uns fรผr eine gesetzliche Regelung unternehmerischer Sorgfaltspflichten ausgesprochen.โ