Prozess gegen KiK droht an Verjรคhrungsfrist zu scheitern
Dieses Gutachten kรถnnte den Musterprozess um die Opfer in der Textilfabrik Ali Enterprises beenden, bevor er richtig losgeht: Bei einem Brand in dem pakistanischen Betrieb, der auch fรผr den deutschen Textildiscounter KiK nรคhte, starben 2012 260 Arbeiter*innen. Ein Rechtsgutachter im Auftrag des Gerichts kommt nun zu dem Schluss, ihre Ansprรผche auf Schmerzensgeld seien nach pakistanischem Recht verjรคhrt...
Das Unternehmen erklรคrt..., es habe sich ausreichend um die Sicherheit in der Fabrik in Karatschi gekรผmmert. Auรerdem habe es sich bei der Brandstiftung um einen erpresserischen Anschlag gehandelt, dessen Folgen nicht absehbar gewesen seien.
KiK und die Klรคger vereinbarten 2014, auf eine Verjรคhrung zu verzichten. Nach Ansicht der Firma bezog sich dieser Verzicht aber nur auf Schadenersatz-Zahlungen an die Familien der Opfer, nicht jedoch auf den Anspruch auf Schmerzensgeld...
Folgt das Gericht der Argumentation, dass die Ansprรผche verjรคhrt sind, kรถnnte das Verfahren bald zu Ende sein. Die eigentliche Verhandlung รผber die mรถgliche Verantwortung von KiK hat noch nicht stattgefunden.