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27 Jan 2022

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MISEREOR

MISEREOR: Drei Jahre nach Brumadinho-Dammbruch drohen weitere Dämme zu brechen

"Brumadinho: Weitere Dämme drohen zu brechen", 27. Januar 2022

Vor drei Jahren brach nahe der Kleinstadt Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien der Staudamm I der Mina Córrego do Feijão. Noch heute sorgt das von der Eisenerzmine des Bergbaukonzerns VALE S.A. verursachte sozial-ökologische Verbrechen landesweit und international für Schlagzeilen. Anlässlich des 3. Jahrestages hat MISEREOR – gemeinsam mit 12 weiteren internationalen Organisationen – der Regionalregierung von Minas Gerais gerade einen Offenen Brief überreicht, in dem die Forderungen der Betroffenen zur ganzheitlichen Wiedergutmachung unterstützt werden...

Durch den Dammbruch am 25. Januar 2019 starben 272 Menschen. Sechs Familien warten noch immer darauf, dass die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen geborgen werden...

Die Stabilität des Dammes in Brumadinho wurde nur wenige Monate vor dessen Bruch von einem Tochterunternehmen des deutschen TÜV Süd bescheinigt. Dies geschah trotz vorheriger Kenntnis sowohl des betreibenden Bergbauunternehmens VALE als auch des Zertifizierungsunternehmens über bestehende Sicherheitsrisiken. Gemeinsam mit fünf Angehörigen von Opfern des Dammbruchs erstatteten MISEREOR und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) deshalb bereits 2019 eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gegen den TÜV Süd und Strafanzeige gegen einen ihrer Mitarbeiter in Deutschland, der mutmaßlich von den Sicherheitsrisiken wusste. Das Ermittlungsverfahren der Münchner Staatsanwaltschaft ist noch nicht abgeschlossen.

Dammbrüche sind landesweit in Brasilien und in Minas Gerais im Besonderen keine Einzelfälle, sondern zeugen von grundlegenden strukturellen Problemen im Bergbausektor, durch die Menschen und Natur existenziell in Gefahr gebracht werden...

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